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Langzeitstudie: Handynutzung kann Krebs
verursachen
Leseprobe aus
"Kapitalverbrechen an unseren Kindern"
- Das Geschäft mit der Zerstörung -
von Klaus-Peter Kolbatz, ISBN
3833406240
Meine Visionen werden
schmerzliche Realität
Seit meiner ersten Veröffentlichung
im Jahre 1993 hat sich tatsächlich einiges getan
und es haben sich bei Wissenschaftler und
Umweltschützer Zweifel an der bisherigen
Umweltpolitik breit gemacht.
Eine Reihe von sehr ernstzunehmenden
wissenschaftlichen Studien liegen heute vor und
bestätigen meine damalige Vision.
Auch die Politiker handeln
inzwischen und in den Jahren 2002 bis 2005 sollen
Finanzmittel in Höhe von 20 Millionen Euro für die
Erforschung möglicher Gesundheitsrisiken durch
elektromagnetische Felder zur Verfügung gestellt
werden.
Prima! Geld für Forschung! In der
Zwischenzeit verstrahlen wir die Bevölkerung ruhig
weiter. Schließlich muss man doch mal ausprobieren,
was sich da so alles tut, was für Krankheiten
auftreten usw. Das kann man durch jahrelange
Verzögerung hervorragend austesten.
Bei Medikamenten sind jahrelange
klinische Studien erforderlich, bis diese eine
Marktzulassung erhalten - für den Mobilfunk braucht
man so etwas natürlich nicht.
Großfeldversuche scheinen da
geeigneter zu sein, bis sich die Investitionen der
milliardenschweren Mobilfunkbranche gewinnbringend
amortisiert haben. Dann kann man ja immer noch eine
gesündere Technologie verwenden.
Hinzu kommt, dass hier
wissenschaftliche Institute zu sehr von
Fördertöpfen abhängig sind und politische
Interessenkonflikte wären somit vorprogrammiert.
Elektrosmog und die
Blut-Hirn-Schranke
Unser Gehirn als Leitorgan unseres
Körpers ist ein unglaublich kompliziertes Gefüge
von Nervenzellen und Nervenbahnen. Es koordiniert
alle körperlichen Funktionen von der Herztätigkeit
bis zum Stoffwechsel und ist auch zugleich das
Instrument des physischen Geschehens von Erinnerung
bis zum schöpferischen Einfall. Unser Gehirn selbst
hat einen sehr lebhaften Stoffwechsel und braucht
laufend Traubenzucker aus dem Blut. Genauso wichtig
aber ist auch die dauernde Zufuhr von Sauerstoff.
Das Gehirn entspricht 2 Prozent unseres
Körpergewichtes, verbraucht aber 20 Prozent des
aufgenommenen Sauerstoffs! Nur wenige Minuten kann
das Gehirn ohne Sauerstoff überleben. Unser Gehirn
scheint niemals zu ruhen. Auch während des Schlafes
bleibt es noch tätig, allerdings auf andere Weise
als im Wachzustand. Mit seinen Milliarden Zellen ist
das menschliche Gehirn das komplexeste System, das
wir überhaupt kennen - weitaus komplexer als jede
Maschine, die jemals erfunden wurde. Die
Leistungsstärke unserer Gehirnfunktionen ergeben
geistige Frische und Beweglichkeit und die
Möglichkeit aktiv zu sein.
Nervenzellen und Gliazellen
Allein das Gehirn setzt sich aus 50
Milliarden Gehirnzellen zusammen, die in permanentem
Austausch und Kontakt mit etwa 10 000 weiteren
Körperzellen stehen. Eine einzige Nervenzelle kann
mit bis zu 25 000 anderen zum Teil weit entfernten
Nervenzellen verbunden sein. Damit ist die Zahl der
Verbindungen astronomisch. Es sind mehr
Schaltmöglichkeiten als Sterne im Universum, mehr
Speicherkapazität als der leistungsstärkste
Rechner der Welt.
Jede Sekunde 100 Millionen
Entscheidungen
Erst das weitverzweigte
Verbindungsnetz ermöglicht es dem Menschen, sich
selbst und seine Umgebung wahrzunehmen und vor allem
beides miteinander in harmonische Beziehung zu
bringen.
Zwischen den Nervenzellen befindet
sich ein Netzwerk von anderen Zellen, die erst
später entdeckt wurden, es sind die Gliazellen (Glia
= griechisch Klebstoff)). Unser Gehirngewebe ist
also eine komplizierte Verknüpfung zwischen
Gliazellen und Nervenzellen. Gliazellen umgeben die
feinen Blutgefäße, die Synapsen, die
Kommunikationsstellen der Nervenzellen. Sie haben
Verbindung zu den Hirnhäuten, die das Gehirn
umgeben und zu den Hirnkammern, den mit Flüssigkeit
gefüllten Hohlräumen inmitten des Gehirns. Die
Gliazellen spielen sowohl im Gedächtnis als auch
als immunkomponente Zellen eine wichtige Rolle. Sie
haben auch als Nähr- und Stützzellen für das
funktionsfähige Gehirn eine große Bedeutung,
ebenso für den Aufbau der Blut-Hirn-Schranke.
Die Blut-Hirn-Schranke
Die Blut-Hirn-Schranke ist eine
Zellschicht zum Schutz des Gehirns vor schädigenden
Stoffen aus dem Blutkreislauf. Sauerstoff und
wichtige Nahrungsmittel, Nährstoffe, lässt sie
durch. Nimmt z.B. eine Nervenzelle die Aminosäure
Tyrosin aus dem Blut auf, wandelt sie diese in
Dopamin und Noradrenalin um. Aus der Aminosäure
Tryptophan wird Serotonin. Manche Aminosäuren
(Eiweiße) können die Blut-Hirn-Schranke allerdings
nicht oder nur in geringen Mengen passieren. Um in
das Gehirn zu gelangen, müssen sie an ein
Trägermolekül gebunden werden.
Im Gehirn sind die Zellen, die die
kleinen Blutgefäße auskleiden, so eng miteinander
verbunden, das nur kleine, fettlösliche Stoffe
hindurchgelangen. Gerade die Gliazellen sorgen für
diesen engen Kontakt. Auch vermitteln spezielle
Gliazellen als Hilfszellen die Immunreaktion im
Gehirn. Normal kann die Blut-Hirn-Schranke
Kohlendioxid, Abfall- und Giftstoffe abwehren.
Die Barriere soll verhindern, dass
Gifte, Medikamente und andere Substanzen in das
Gehirn eindringen. Allerdings können Alkohol,
Nikotin und auch Hormone wie Cortisol die Barriere
durchbrechen.
Nun kommt aber von der schwedischen
Universität Lund durch den Neurochirurgen Prof.
Leif Salford die Nachricht:
“Unsere Forschungen zeigen, dass
die Strahlung von mobilen Telefonen die
Blut-Hirn-Schranke öffnet und es so vielen Giften
leichter macht, in das Gehirn zu gelangen”.
Sezierte Rattenhirne weisen als Folge von Strahlung
gut sichtbare Spuren auf (die Funktion der
Blut-Hirn-Schranke von Mensch und Ratte ist sehr
ähnlich!). Die Rattenhirne sind übersät mit
dunklen Flecken und deutlich geschädigt. Es tritt
Flüssigkeit aus den Blutgefässen aus, verursacht
durch die elektromagnetische Strahlung. Proteine
durchdringen die Blut-Hirn-Schranke, nachdem sie von
der Strahlung geöffnet wurde.
Prof. Salford, der Neuropathologe
Prof. Ame Brun sowie Strahlenphysiker Dr. Bertil
Perssuib veröffentlichten ihre Forschungsergebnisse
im Dezember 1999. Sie fanden eine Menge an
Proteinen, also Eiweißverbindungen, welche die
Blut-Hirn-Schranke passierten. Noch weiß niemand
richtig, wie gefährlich dies ist. Proteine, die ins
Gehirn gelangen, könnten Immundefekte wie Multiple
Sklerose verursachen, könnten zu Schwachsinn und
zur Parkinson-Krankheit führen. Es könnte auch ein
Zusammenhang mit der Alzheimer Krankheit gesehen
werden. Auch bei Tieren könnten so Proteine die
Blut-Hirn-Schranke passieren. So wäre es auch
vorstellbar, dass durch flächendeckende
Elektrosmog-Einflüsse eine Schutzbarriere im Gehirn
der Tiere von krankheitsauslösenden Proteinen
durchbrochen werden kann.
Doch die Forscher erwarten, dass
beim Menschen nicht nur Eiweiße, sondern auch
andere Moleküle nach Öffnung der
Blut-Hirn-Schranke durch Elektrosmog in das Gehirn
eindringen können, was eine Kettenreaktion von
Krankheiten auslösen kann. So können Medikamente
und Gifte noch leichter in das Gehirn eindringen mit
uneinschätzbaren Folgen.
Vorrangig sei hierbei die
eigentliche Aufgabe der Erythrozyten, die Zellen mit
Nährstoffen und Sauerstoff zu versorgen und
Abbaugifte abzutransportieren benannt. Dieses wird
durch die zunehmende Starrheit der roten Blutkörperchen,
u.a. auch mit eingeschränkter Herz-Kreislauf-Reaktion
behindert. "Symptome wie bei Burn-out
oder CFS
könnten die Folge sein", so Kolbatz.
Die Strahlung von Mobilfunkanlagen
reicht auch in weiterem Abstand , um das Gehirn in
Mitleidenschaft zu ziehen. Menschen in der Nähe von
Handy-Telefonen und den nonstop funkenden, kleinen
Basisstationen der schnurlosen DECT-Telefone, die in
vielen Häusern stehen, sind ebenso betroffen. Die
Basisstationen der schnurlosen DECT-Heimtelefone
geben rund um die Uhr gepulste Hochfrequenz ab, auch
wenn nicht telefoniert wird! Zum Teil stehen die
Basisstationen der ,
Schnurlosen' ganz körpernah auf
Nachttischen, Schreibtischen, in Wohnzimmerregalen
und auf Fensterbänken.
Bei der gepulsten Technik wird die
hochfrequente Welle niederfrequent zerhackt,
unterbrochen, getaktet, bei den ,Schnurlosen` 100
mal in der Sekunde, beim D- und E-Netz 217 mal.
Die Forderung wird immer lauter, das
die Grenzwerte um bis zu einer Milliarde niedriger
sein und ein Verbot der DECT-Technik durchgesetzt
werden müsste. Unser Körper reagiert auf
Strahlungsintensitäten, die zig-millionenfach unter
den heute festgesetzten Grenzwerten liegen.
Doch es sind nicht nur Einwirkungen
von Elektrosmog auf die Blut-Hirn-Schranke, sondern
auch nach Untersuchungen des Instituts für
Medizinische Informatik der Universität Essen,
Einwirkungen auf das Auge. Demnach soll der
regelmäßige Gebrauch von Handys die Entwicklung
einer speziellen Tumorform um den Faktor drei
erhöhen. Die Strahlung schädige die Uvea, jene
Schicht, die die Iris und die Basis der Retina
bilden. Bestimmte Zellen, in denen sich auch Krebs
bildet.
Auch eine in “The Lancet”
veröffentlichte Studie britischer Wissenschaftler
warnt vor einem erhöhten Krebsrisiko bei Kindern
durch Handystrahlung.
Hier wird offensichtlich, dass unser
Körper auch durch die Umwelteinflüsse, wie sie
insbesondere heute durch den Elektrosmog ausgelöst
werden, in Gefahr ist. Insbesondere der Schlafplatz
sollte sowohl bei Kindern, deren Gehirne ja noch im
Wachstum sind und auch bei Erwachsenen unbedingt
Elektrosmog frei sein. |