Video : Mobilfunk - Strahlen, Handy - Strahlen
|
|
||||||||||||||||
|
Offizielle
Dokumente und Informationen
Quelle: LITERATUR: "Kapitalverbrechen an unseren Kindern - Das Geschäft mit der Zerstörung -" -. Klaus-Peter Kolbatz, ISBN: 3833406240Nerve
Cell Damage in Mammalian Brain after Exposure to Microwaves from GSM
Mobile Phones Originalstudie von Salford und Team, mit freundlicher Genehmigung (ESN) von Environmental Health Perspectives Hirnschäden
bereits bei Ganzkörper-SAR von 0,002.
Ergebnisse
damit auch für Anwohner von Sendemasten wichtig (zulässige SAR dort:
0,08) Salford:
"Mit dieser Studie legen wir zum ersten Mal
Beweise vor, dass athermische Mikrowellen-Exposition Neuronenschäden
verursacht." Die
Fachzeitschrift Environmental Health Perspectives hat uns
freundlicherweise Das Original der neuen Salford-Studie zur Verfügung
gestellt. Die
Studie der Wissenschaftler der schwedischen Universität Lund spricht in
ihren Ergebnissen vom ersten dokumentierten Beweis,
dass die Mikrowellenstrahlung
heutiger GSM-Handys bei Ratten schwere
Hirnschäden verursacht. Es
gab 4 Gruppen von Ratten, eine unbestrahlte Kontrollgruppe sowie 3
Gruppen, die mit unterschiedlichen Intensitäten bestrahlt wurden (Ganzkörper-SAR:
0,2/0,02/0,002). Die Tiere wurden lediglich 2 Stunden bestrahlt,
danach wurden sie 50 Tage am Leben gelassen und dann getötet. Anschließend
sezierte das Salford-Team die Gehirne der Ratten und untersuchte sie auf
Albumin-Ansammlungen und beschädigte Neuronen.
links:
Gehirnschnitt ohne Schäden
rechts: Gehirnschnitt mit Schäden Ergebnis: Bei
den bestrahlten Tieren öffnete die Strahlung der Handys die
Blut-Hirn-Schranke der Tiere und ließ Albumin-Eiweisse ins Hirn
eindringen. Dies kann
man in der Studie gut in den Bildern sehen (schwarze Flecken). Außerdem
kam es zu Schäden an Neuronen. Je stärker die Strahlung war, umso größer
waren die Schäden. Bei der unbestrahlten Kontrollgruppe kam es nicht zu
diesen Schäden. Die
Ergebnisse könnten auch eine große Bedeutung für Anwohner von
Mobilfunksendern haben, da hier ein Ganzkörper-SAR-Wert von 0,08
gesetzlich zulässig ist und bereits bei 0,002 deutliche Schäden
auftraten (nach nur 2 Stunden Exposition). Der
Dosis-Wirkungs-Zusammenhang war deutlich, die Ergebnisse hochsignifikant.
Außerdem
zeigt sich hiermit erneut, wie sinnlos "Ökolabels" sind, die
Handys mit SAR-Werten von unter 0,6 Watt pro Kilogramm den "Blauen
Engel" verleihen sollen (zulässiger SAR-Wert bei Handys bisher: 2
W/Kg). Die
Forscher schließen
Zufälligkeiten der Ergebnisse begründet aus und warnen in zuvor nie
gekannter Deutlichkeit vor erheblichen Gesundheitsrisiken durch heutige
Mobiltelefone. Als
Versuchstiere wurden 12-26 Wochen alte Ratten verwendet, deren
Entwicklungsstadium mit dem von Teenagern vergleichbar ist.
Die
Forscher betonen, dass Hirnschäden dieser Art selbst bei häufiger
Nutzung keine sofort beweisbaren Folgen haben müssen. Nach längerer Zeit
könnten diese Schäden jedoch zu verminderter Hirnleistung führen. Die
Forscher sagen wörtlich: "Wir
können nicht ausschließen, dass eine ganze Generation von Nutzern nach
jahrelanger häufiger Nutzung bereits im mittleren Alter unter negativen
Effekte leiden könnte."
Detailaufnahmen
der geschädigten Rattengehirne
|
Diese
Aussage ist strittig –ihr stehen eine große Anzahl ernstzunehmender und
verantwortungsvoller Aussagen anerkannter Wissenschaftler entgegen, von
denen einige im Folgenden zitiert werden. Zu
der Darstellung der Autoren - ätiopathogenetisch unterschiedliche
Erkrankungen wären nicht durch EMF auslösbar:
Die
Autoren schreiben: Zitat „So
bleibt schwer verständlich, wie so ätiopathogenetisch absolut
unterschiedliche Erkrankungen, wie z.B. der Herzinfarkt, Leukämien oder
Morbus Alzheimer, in ihrer Verursachung oder Mitverursachung auf eine
Einwirkung von EMF zurückgeführt werden sollen. Von den bisher bekannten
Wirkungsmechanismen und bekannten verursachenden Faktoren kann dieses
jedenfalls nicht gefolgert werden.“
Diese
Darstellung ist zu ergänzen:
Im
Einfluss der Hochfrequenzstrahlung wurde eine verminderte
Superoxidmutase-Aktivität und in Folge eine Erhöhung des
Malondialdehyd-Levels.
In
der Medizin bekannt ist, dass ein erhöhter Malondialdehyd-Level ein
Risikofaktor für Herzinfarkt ist. Ein
Wissenschaftlerteam der University of Ottawa (1994) konnte darstellen, wie
durch Magnetfelder die Lebensdauer Freier Radikale verlängert wird. Scaiano,JC,
FL Cozens, J MacLean (1994) Model for the rationlization of magnetic field
effects in vivo. Application of the radical-pair mechanism to biological
systems. Photochem.Photobiol.
59, 6
Bereits
in früheren Jahren vertrat Silny die Ansicht, dass Freie Radikale in
ihrer Lebensdauer verlängert werden, wenn die Dauer einer Halbwelle einer
elektromagnetischen Schwingung mit der Halbwertszeit des Freien Radikals
übereinstimmt. In
der Medizin ist bekannt: Freie Radikal-Wirkungen sind Risikofaktoren für
Herzinfarkt, Alzheimer und Tumore.
Lai
und Singh konnten experimentell zeigen, dass hochfrequente
elektromagnetische Felder mit Leistungsflussdichten, wie beim Mobilfunk in
der Lage sind, DNA zu schädigen. Durch Melatonin war diese Zerstörung
aufzuhalten. Dies weist wiederum auf die elektromagnetische Beeinflussung
Freier Radikale hin, denn bekanntlich ist Melatonin ein potenter Fänger
freier Radikale. Lai,H.,
NP.Singh (1997) Melatonin and a spin-trap compound block radiofrequency
elektromagnetic radiation-induced DNA strand breaks in rat brain cells. Bioelectromagnetics
18, 446-54
Außerdem
fand Lai neurologische Dysfunktionen im Einfluss der Strahlung durch
schnellen Untergang von Nervenzellen, da die DNA der Neuronzelle eine sehr
geringe Reparaturmöglichkeit besitzt und auch – außer Gliazellen –
geringe Tumorentwicklung zeigt.
Lai,H.(1998)
Neurological effects of radiofrequency electromagnetic radiation. Mobile
Phones and Health. Symposium, October 25-28. University of Vienna, Austria
Eine
Studie des Department of Environmental and Radiological Health Sciences,
USA fand, dass der Melatoninspiegel sich bei Handytelefonierern bei Gesprächlängen
größer 25 Minuten deutlich absenkt. Burch
JB.,JS Reif, CW Noonan, T Ichinose, AM Bachand, TL Koleber, MG Yost (2002)
Melatonin metabolite excretion among cellular Telefon users Eine
Studie des Department of Human Genetics and Molecular Medicine, Israel
fand nicht-thermale gentoxische Effekte im Einfluss der Strahlung des
Mobilfunks. Maeshevich
M., D. Folkman, A. Kesar, R Korenstein, E. Jerby, L Avivi (2002) Exposure
of human peripheral blood lymphocytes to electromagnetic fields associated
with cellular phones leads to chromosomal instability. Bioelectromagnetics
24, 2, 82-90 In
der Medizin ist bekannt, dass die Schädigung der DNA ein Risikofaktor für
Tumore ist und dass Neuron-Zelltod mit Alzheimer assoziiert ist. Die
wissenschaftlich einwandfreie Studie von Salford, 2003 stellt fest und
bestätigt damit die Arbeiten von Liburdy, 1995 dass die Bluthirnschranke
im Einfluss von elektromagnetischer Hochfrequenzstrahlung durchlässig
wird bei Leistungsflussdichten, wie sie beim Mobilfunk auftreten. Die
Folge sind geschädigte Neurone.
In
der Medizin ist bekannt, dass geschädigte Neurone Alzheimer-Symptome
hervorrufen.
Zitat
Salford am 5.2.2003 in BBC: „Die Strahlung von Mobiltelefonen kann bei
einigen Menschen die Entstehung von Alzheimer-Erkrankungen beschleunigen,
dass eine ganze Generation von Handy-Nutzern nach jahrelanger häufiger
Nutzung bereits im mittleren Alter unter negativen Effekten leiden
könnte.“ Liburdy
in: Bioelectrodynamics and Biocommunication. Eds.: Ho, Popp, Warnke
(1995). World Scientific, Singapore, New Jersey, London, Hongkong Salford
L.G., A.E.Brun, J.L.Eberhardt, L.Malmgreen, B.R.R.Persson (2003): Nerve
Cell Damage in Mammalian Brain after Exposure to Microwaves from GSM
Mobile Phones. Environmental
Health Perspektives
Schon
sehr lange ist in der Wissenschaft das „Mikrowellensyndrom der
Funkfrequenzkrankheit“ eine medizinische Realität. Zu den
Hauptsymptomen, die seit 1929 veröffentlicht sind, zählen: 1.
Asthenische- oder Erschöpfungssyndrom: Müdigkeit, Reizbarkeit,
Kopfschmerzen, Übelkeit, Appetitlosigkeit einhergeht; 2.
Dystonische kardiovaskuläre Syndrom: Herzrhythmus-Störungen und
arterielle Blutdruckstörungen; 3.
Dienzephalische Syndrom: Ermüdung, Schlaflosigkeit, Störungen der
Sinne. Zu der Darstellung der Autoren - ein Anstieg von Leukämien bei Kindern wäre nicht verifizierbar.
Zitat: „weder ein Anstieg oder gar ein dramatischer Anstieg von Leukämien bei Kindern kann also auf der Basis dieser Daten und ihrer Bewertung verifiziert werden, noch könnte er auf eine Exposition von elektromagnetischen Feldern zurückgeführt werden.“ Diese
Darstellung ist zu ergänzen: Laut
Untersuchung von British Cancer Research Campaign (Bericht
von RP online Wissenschaft 21.12.01): In
den vergangenen 45 Jahren sind die Kinderkrebsraten stufenweise
angestiegen. Die durchschnittliche Zunahme pro Jahr liegt zwischen 1% und
3%. Gehirntumore entstehen derzeit um 36% häufiger, als in den 50er
Jahren. Die lymphoblastische Leukämie ist um mehr als 33% gestiegen. Keimzellentumore
haben sich im Untersuchungszeitraum 1954-1998 verdoppelt. Im
Juni 2001 hat die der WHO-angeschlossene Internationale Krebsforschungsbehörde
(IARC) in Lyon bekannt gegeben, dass Magnetfelder im ELF-Bereich als
potentielles Krebsrisiko anzusehen sind (Einordnung in Stufe B). Vorausgegangen
war ein intensives Studium der wissenschaftlichen Literatur durch unabhängige
Wissenschaftler. Man konstatierte ein signifikant erhöhtes Risiko für
Leukämieerkrankungen und Gehirntumoren bei Kindern ab
Magnetfeldinduktionen von größer 0,4 µT. Diese
dem Bericht zugrunde liegenden Leukämiefälle bei Kindern waren
offensichtlich in den Krebsstatistiken nicht auffällig und dennoch derart
brisant, dass eine Veröffentlichung durch IARC unumgänglich erschien.
Das
heißt, das von den Autoren verwendete Argument, man könne aus den
Statistiken nichts Auffälliges herauslesen, ergibt keine Sicherheit.
Das
Robert Koch Institut zeigt in seiner aktuellen Krebsinzidenzschätzung für
Deutschland (Datenanforderung vom 18.2.2003) für Leukämien eine jährliche
Steigerungsrate von 1990-1998 (Ende der Erhebungszeitraumes). www.rki.de/servlet/DeuTrends
Der
offizielle Kommentar zum Krebsatlas der Bundesrepublik Deutschland lautet
bzgl. Elektromagnetischer Felder (EMF):
Zitat:
„In Übereinstimmung mit früheren Befunden (z.B. Preston-Martin et al.
1989) wurde im deutschen Teil der genannten internationalen Studie eine
Risikoerhöhung bei Beschäftigung in elektrotechnischen Berufen gefunden, die
mit einer Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern in Verbindung
gebracht werden kann (Schlehofer et al. 1992)..........In Bezug auf
Hirntumoren bei Kindern gibt es ebenfalls Befunde, die auf einen
Zusammenhang mit einer Exposition gegenüber EMF hinweisen. Eine vor
einiger Zeit durchgeführte summarische Bewertung der bisher vorliegenden
Einzelresultate kam zu einer statistisch sicherbaren Risikoerhöhung (Washburn
et al. 1994). Jüngst publizierte Studien konnten indessen einen solchen
Zusammenhang nicht nachweisen (Gurney et al. 1996, Preston-Martin et al.
1996). Generell
haben die verfügbaren Studien die Schwäche, dass die gefundenen
Risikoerhöhungen gering sind und nicht auf genauen Expositionsmessungen
beruhen. Ein Zusammenhang mit einer Exposition gegenüber
elektromagnetischen Feldern ist daher schwer zu sichern.“
Die
ECOLOG-Studie ergänzt bzgl. Zusammenhang Krebs und EMF
(Zitat):
„Fast alle Studien, bei denen das Krebs-Risiko insgesamt, ohne
Differenzierung nach Tumor-Form untersucht wurde, führten zu
Risiko-Faktoren größer 1, das heißt, es wurden erhöhte Risiken für
Krebserkrankungen als Folge der Exposition nachgewiesen. Die Hälfte der
Studien erbrachte statistisch signifikant erhöhte Risiko-Faktoren mit
einem Maximalwert von 2.1, was einer Verdoppelung des statistischen
Risikos entspricht. Ein ähnliches Bild ergibt sich bezüglich Tumoren des
Nervensystems, vor allem Gehirn-Tumoren. Hier liegt der Maximalwert für
das relative Risiko bei 3.4. Auch die Mehrzahl der Untersuchungen zum
Auftreten von Leukämie ergab erhöhte Risiken. Der höchste statistisch
signifikante Wert für das relative Risiko war 2.85.“
Zu
Krebsfällen in der Umgebung von Sendern hochfrequenter
elektromagnetischer Felder (einige markante Hinweise, unvollständig) bei
Einhaltung der Grenzwerte.
Laut
Untersuchung gibt es einen deutlichen Zusammenhang zwischen der
Hautkrebsrate und der Exposition zu hochfrequenten, frequenzmodulierten
Feldern von Sendern. Selbst Leistungsflussdichten von 30 µW/m2
können nicht als sicher angesehen werden. Hallbörg,
Ö., Johansson,O. (2002): Melanoma incidence and frequency modulation (FM
broadcasting. Arch. Environ.Health 57, 1, 32-40 Laut
Studie steigt das maligne Hautmelanom seit 1955 explosionsartig an. Dieser
Anstieg steht in Beziehung zu der Einführung von hoch leistungsfähigen
Fernsehsendern. Diese Beziehung zur Ausbreitung von Rundfunkstationen mit
diesem Krebs gilt für Schweden, Norwegen, Dänemark, Queensland in
Australien und den USA.“ Hallberg,
Örjan and Johansson, Olle (2002): Cancer Trends During the 20th
Century. Journal of Australien College of Nutritional & Environmental
Medicine Vol 21 No 1 pages 3-8.
Laut
aktueller interner Studie von Claudio Gomez-Perretta, Forschungszentrum,
Universitätskrankenhaus La Fe, Valencia sind Gehirntumore und Leukämien
gehäuft im Umfeld von Rundfunk-/TV-Sendern und Radarstationen in Spanien. „Moosbrunn-Studie“ (1993):
Gehäuftes Auftreten psychoneurovegetativer Symptome, wie Kopfschmerzen
und Schwindel. Haider,
M., M.Kundi, S.Knasmüller, T.Haider, E.Groll-Knapp, G.Obermeier (1993)
Medizinisch-hygienische Untersuchungen und Beurteilungen der
Kurzwellensendeanlage Moosbrunn, Institut für Umwelthygiene, Universität
Wien „Schwarzenburg-Studie“
(1995):
Radio-Kurzwellen führen zu dosisabhängigen neurovegetativen Störungen,
insbesondere auch Schlafstörungen (5:1), Depressionen (4:1), Krebs (3:1),
Diabetes (2:1), sowie Schwäche, Müdigkeit, Nervosität, Kopfschmerzen.
Verminderte Melatoninausschüttung bei Kühen (nichtsignifikant) die sich
nach Abschalten des Senders wieder auf ein normales Maß einpegelten. Abelin,
T, Es Altpeter, DH Pfluger, T. Krebs, JV Känel, K. Stärk, C. Griot
(1995) Gesundheitliche Auswirkungen des Kurzwellensenders Schwarzenburg,
BEW Schriftenreihe Studie Nr.56 „Sutra-Tower-Studie“,
San Francisco Bay (1992):
erhöhte Krebsrate bei Kindern, besonders hoch innerhalb eines Radius von
1 Kilometer um den Sender auf dem Berg Sutra herum. Hochsignifikanter
linearer Dosis-Wirkungs-Zusammenhang bei allen Krebsarten und insbesondere
bei Gehirntumoren. Selvin,S.,
J.Schulman, DW.Merrill (1992) Distance and risk measures for the analysis
of spatial data: a study of childhood cancers. Soc.Sci.Med.34, 769-777
„Hawaii-Studie“
(1994): signifikante
Erhöhung von Leukämiefällen bei Kindern in der Nähe der Sendetürme
von Radio Hawaii. Fortsetzung einer früheren Studie von 1987, wo in
Honululu bei Anwohnern von TV-Sendetürmen erhöhte Krebsraten, auch Leukämie
auftreten (Microwave News,
Mai/Juni 1987) Maskarinec,G., J.Cooper, L.Swygert (1994) Investigation
of increased incidence in childhood leukemia near radio towers in Hawaii:
Preliminary observations. J.Environ. Pathol. Toxicol.
And Oncol. 13,
33-37
„Nord-Seydney-Leukämie-Studie“
(1996): signifikanter Anstieg von Leukämiefällen bei Kindern und
Erwachsenen und allgemeiner Sterblichkeit im Umfeld der Radio- und
Fernsehsender. Hocking,B.
et al. (1996) Cancer Incidence and Mortality and Proximity to TV-Towers. Med.J.Australia
165, 601-05
„Regional-TV-Sender-Studie,
Großbritanien“ (1997):
steigende Leukämiefälle (max. 9mal höher, als im Landesdurchschnitt)
bei Erwachsenen, die Fallzahlen nehmen mit der Entfernung vom Sender ab. Dolk,
H, G. Shaddick, P. Walls, C. Grundy, B. Thakrar, I. Kleinschmidt, P.
Elliot. (1997)
Cancer Incidence Near Radio and Television Transmitters in Great Britain,
Part I Sutton Coldfield Transmitter, Part II All High Tower Transmitters.
Am.J.Epideiol.145 1-17 Cherry-Studie
(2000): Kausaler
Zusammenhang von Tumoren-Fällen, insbesondere Gehirn-Tumoren und Leukämie,
und Anzahl der aktiven Sender in Abhängigkeit der Distanz. Cherry
N. (1999) Critism of the proposal to adopt the ICNIRP guidelines for
cellsites in New Zealand. ICNIRP
Giudeline Critique, Lincoln University, Environmental Mangement and Design
Division, Canterbury, NZ Radio-Vatikan-Sender-Studie
(2001): Kinderleukämie
ist um 220% erhöht, ebenfalls Sterblichkeit bei Erwachsenen-Leukämie in
einer 6 km Zone um den Sender. Michelozzi,P.,
A. Capon, U.Kirchmayer, F.Forastiere, A.Biggeri, A.Barca, CA Perucci
(2001) Department of Epidemiology. Local
Health Authority RME Rom, Italy
In
allen Studien waren Feldstärken und Leistungsflussdichten unterhalb, tlw.
Weit unterhalb der Grenzwerte wirksam. Wegen
der Hinweise und des Verdachts der kausalen Beziehung von Leukämie und
Gehirntumoren bei Kindern einerseits und Basisstationen andererseits
wurden in Spanien und Portugal teilweise von den Behörden und auf
richterlichen Beschluss zahlreiche Antennen in der Nähe von Schulen und
anderen sensiblen Orten demontiert. Die anhängigen Verfahren nehmen zu.
Untersuchungen
zu Wirkungen von Basisstationen des Mobilfunks.
Auffällig
ist, dass es bis 2001 praktisch keine Untersuchungen explizit zur Verträglichkeit
von Basisstationen gab. Erst
danach wurden drei Untersuchungen veröffentlicht: In
Abhängigkeit der Entfernung vom Sender waren diverse Gesundheitsstörungen,
wie Nausea, Depression, Konzentrationsstörungen, Gedächtnisverlust und
einiges mehr signifikant gehäuft. Santini,
R., Santini, P., Danze, J.M., Le Ruz, P., Seigne, M. (2002): Symptoms
experienced by people living in vicinity of mobile phone base stations: I.
Incidences of distance and sex. Pathol.
Biol. 50: 369-73
Kundi
stellte eine signifikante Auslösung von Herz-Kreislaufproblemen durch die
Strahlung von Basisstationen fest. (Kundi,
M. (2002): Erste Ergebnisse der Studie über Auswirkungen von
Mobilfunk-Basisstationen auf Gesundheit und Wohlbefinden. Bericht des
Instituts für Umwelthygiene der Universität Wien)
Eine
weitere Studie der Universität Valencia (Enrique Navarro) stellt in der
Region Riberia Baixa bei Anwohnern rund um Mobilfunkbasisstationen bei
Leistungsflussdichten von ca. 500 µW/m2 Kopfschmerzen und
Angststörungen fest. Navarro, EA, J.Segura, M.Portoles,
C.Comez-Perretta (2002) The microwave syndrom: A preliminary Study in
Spain. Electromagnetic Biology and Medicine (in press) Zu
Mobifunk-Handy und Krebs (einige markante Hinweise)
Bzgl.
Tumor und Mobilfunk waren die Studien bisher widersprüchlich: In
Tierversuchen gibt es Hinweise auf eine kanzerogene Wirkung von Feldern,
wie sie beim GSM-Mobilfunk vorhanden sind. Bei Gen-veränderten Mäusen (Krebs-Supressor
Gen ausgeschaltet) werden nach Bestrahlung von D- und E-Netz-Signalen, täglich
etwa 20 Minuten, bei 18-monatiger Exposition, 2,4 mal so häufig bösartige
Tumore erzeugt. (Repacholi-Studie
1997)
Insgesamt
gibt es bezüglich Exposition von Hochfrequenz-Systemen und Krebs etwas
weniger als 20 veröffentlichte Untersuchungen, von denen die Mehrheit
positive Resultate erbracht hat. (Kundi, M. et al. 2002)
Das
Hirntumor-Risiko bei Menschen ist statistisch signifikant erhöht (OR 1,09
bis 2,86) bei <0,1 W/m2 bis 1 W/m2. (Hardell,
Mild et al. 1999). Eine
Wiederholung und Fortführung der Studie mit 1617 Hirntumorpatienten im
Alter von 20 bis 80 Jahren durch Hardell und Nansson ergab prinzipiell
gleiche Ergebnisse. (EMF-Monitor 5, 2002). Mit Anstieg der Benutzer-Jahre
steigt das Risiko signifikant an. Zwei weitere Studien zeigen ebenfalls in
Abhängigkeit der Anzahl der Nutzungs-Jahre ein ansteigendes Risiko für
Gehirntumor (Muskat 2002, Auvinen 2002).
Tendenziell
gleiches Ergebnis veröffentlichte eine Gruppe der American Health
Foundation in New York, wonach auf der Seite des Kopfes, an die üblicherweise
das Handy gehalten wird, das Risiko für eine Tumorentwicklung erhöht
ist. Darüber hinaus ergab sich das statistisch signifikante erhöhte
Risiko für Tumorentwicklungen des Neuroepithels um den Faktor 2 bis 3. (Quelle:
Microwave News und EMF-Monitor).
Zu
diesen Ergebnissen passt auch ein Ergebnis aus dem Labor. Tice u.a., 1999
stellte statistisch signifikant fest, dass Mobilfunkstrahlung auf Zellen
mit Belastungswerten SAR 5W und 10W/kg über 24 Stunden zu einer
Verdreifachung einer Chromosomenanomalie führt.
Goswami
u.a., 1999 fand mit Hilfe der Finanzierung durch Motorola, dass in einem
Gen festgelegte Eigenschaften durch Mobilfunkstrahlung verändert werden
kann. Dabei wird das Proto-Oncogen Fos durch die Bestrahlung mit 836 MHz
in seiner Aktivität verdoppelt. Wird die Mikrowellenbestrahlung gepulst,
wie beim digitalen Mobilfunk, werden 40% weiterer Aktivitätszunahme
verzeichnet. Bei
SAR-Werten von 0,002 W/kg, das ist ein Tausendstel des derzeit erlaubten Höchstwertes,
wurden in Versuchen bereits DNA-Strang-Brüche gemessen (Bericht
Cherry 13.02.02, Lincoln University, Neuseeland aufgrund von Malyapa,
Motorola).
Chromosomenschäden
(Aberationen, Kleinkerne und Azentrik in menschlichen
Lymphozyten-Kulturen) treten im Leistungsflussdichte-Bereich des
Grenzwertes für das D-Netz auf. Garaj-Vrhovac, A.Fucic, D.Horvat (1992) The correlation
between the frquency of micronuclei and specific aberrations in human
lymphocytes exposed to microwave radiation in vitro. Mutation
Research 281, 181-186
Eine
weitere Studie ist als Hinweis zu werten (Anfangsverdacht): es besteht
demnach ein erhöhtes Risiko (OR 3,3) für Handynutzer an einem Augentumor
zu erkranken (Stang et al. 2001). Ursache
ist möglicherweise die nachgewiesene Ausschüttung von
Hitze-Schock-Proteinen im Einfluss nichtthermischer elektromagnetischer
Strahlung, die bei chronischer Aktivierung Krebs und/oder Metastasen
ergibt. Folgende
aktuelle Arbeit bestätigt frühere Studien: Nicht-thermische Aktivierung
des Hitzestress-Proteins (hsp27/p38MAPK) durch Mobilfunkstrahlung (900 MHz
moduliert, 1 Stunde SAR < 2 W/kg). Laut Autoren besteht die Gefahr,
dass dadurch Störungen der Gehirntätigkeit und Gehirntumore entstehen. (Leszczynski,
D., Joenväärä,S., Reivinen, J., Kuokka, R. 2002): Non-thermal
activation of the hsp/p38MAPK sress pathway by mobile phone radiation in
human endothelial cells: Molecular mechanism for cancer- and blood-brain
barrier-related effects. Differentiation,
2-3, p120). George
Carlo kommt in einer 6 Jahre-Studie im Auftrag der Mobilfunk-Betreiber zum
Ergebnis, dass Nutzer von Handys häufiger an Gehirntumor sterben AFP
Agence France Press 1999 und Medscape 31.7.2000; www.health-concerns.org
Eine
Nokia Patentschrift vom 28.7.1998 US Patent Office: (übersetzt) „Es
wurde dargestellt, dass Radio-Frequenz-Strahlung ein Extra-Wachstum von
unterstützenden Zellen im Nervensystem stimuliert, was im schlimmsten
Fall zu einer malignen Tumor-Entwicklung führt.“
Zur
Abklärung dieser Fragestellung wird von der WHO und der IARC
(Internationale Agentur für Krebsforschung, Lyon) das Projekt Interphone
seit dem Jahr 2000 etabliert. Endgültige Ergebnisse werden erst 2004
erwartet.
Weitere
Mediziner und Organisationen nehmen Stellung
Dass
auch weitere verantwortungsbewusste Mediziner und Behörden die
Problematik hinsichtlich der Gesundheitsbeeinflussung erkannt haben,
zeigen folgende Äußerungen: Die
Bundesärzte-Kammer
fordert drastische Senkung der Grenzwerte von Mobilfunkmasten, dies
zusammen mit Wissenschaftlern des internationalen Mobilfunkkongresses in
Salzburg (Tagungsband und
Resolution: www.land-sbg.gv.at/celltower).
Zitat
Vorsitzender des Ausschusses für Gesundheit und Umwelt der Ärztekammer:
Vorstandsmitglied Heyo Eckel, „Es
gibt gewichtige Hinweise aus Tierversuchen, dass die Strahlen auch
unterhalb der Grenzwerte schädigen.“ „Ich
halte das (Verhalten des Bundesamts für Strahlenschutz) für sorglos. Wir
fordern das Amt auf, sich mit den seriösen wissenschaftlichen Ergebnissen
auseinander zusetzen.“
Die
Ärztekammer Niedersachsen
(Kai Bogs) bezieht Stellung zu Basisstationen (21.4.2002): „Die
vorhandenen medizinischen und biologischen Befunde zeigen, dass im Sinne
einer vorbeugenden Vorsicht es unumgänglich ist, sich am
Minimierungsprinzip zu orientieren.“
Der
Präsident des Bundesamtes für Strahlenschutz
(König) hat am 1. August 2001 Handybenutzer in großer Deutlichkeit vor möglichen
Risiken durch Mobiltelefone gewarnt. Spätere
Regresse werden dieses Datum als Deadline berücksichtigen müssen. „Eltern
sollten ihre Kinder möglichst von dieser Technologie fern halten.“
Die
Landesregierung Nordrhein-Westfalen
verweist auf wissenschaftliche Literatur, in der es zahlreiche Hinweise
auf biologische Reaktionen und gesundheitliche Beeinträchtigungen durch
die Einwirkung elektromagnetischer Strahlung mit niedrigen, nicht
thermisch wirksamen Feldstärken unterhalb der bestehenden Grenzwerte gibt (Drucksachen
13/1833 sowie 13/2105 und 13/2415, Antwort auf die Kleinen Anfragen der
Abgeordneten Volkmar Klein und Hubert Schulte vom 14.03.2002). Die
Landesregierung setzt sich dafür ein, effektive Vorsorgeregelungen einzuführen.
Die
Umweltkommission der Deutschen Akademie für Kinderheilkunde und
Jugendmedizin e.V.
deklariert:
- Sprechzeiten
so kurz wie möglich halten, |