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Sehr empfehlenswert. Das Buch kann Betroffene Mutmachen, 8. September 2005
Rezensentin/Rezensent: merrykecici aus Berlin
Ich bin selbst Betroffene und leide unter dem Burn-out Syndrom. Mit viel Interesse habe ich die Leidensgeschichte des Autors gelesen. Es gibt viele Wege in das Burn-out zu rutschen. Aus diesem Zustand wieder mit Erfolg herauszufinden und seine eigenen Erfahrungen in einem Buch niederzuschreiben finde ich schon sehr beachtlich. Ich glaube, dass das Buch vielen Betroffenen Mutmachen kann.
Sehr gut ! Die Ratschläge im Buch haben mir geholfen., 8. September 2005
Rezensentin/Rezensent: heidi_koelnmeyer aus Köln
Normalerweise ist jemand der unter Burn out leidet überhaupt nicht in der Lage ein Buch zu schreiben. Der Autor schildert in eindrucksvoller weise wie er aus dem leidensvollen Weg heraus kam und heute wieder in der Lage ist als Wissenschaftler und Schriftsteller zu arbeiten. Seinen Ratschlägen bin ich gefolgt und habe u.a. auch den Tee von seiner Oma getrunken der mir offensichtlich geholfen hat. Sehr gut, kann ich nur weiter empfehlen.
Verdrängte Leiden führt zu Depressionen mit Burn-out-Syndrom, 21. August 2005
Rezensentin/Rezensent: dr_bernardy aus München
Einfach nur funktionieren
Kriegskinder konnten meist nur überleben, indem sie ihre Gefühle und Erinnerungen unterdrückten. Eine Möglichkeit, das Erlebte zu verarbeiten oder den Verlust von Bezugspersonen, von Heimat, Sicherheit und Geborgenheit zu betrauern, gab es nicht. Eltern, Verwandte und Freunde waren zu sehr mit dem eigenen Leid beschäftigt. Außerdem, so hoffte man, würden die Kinder schnell vergessen. Es galt nach vorne zu schauen, zu funktionieren, ein neues Leben aufzubauen.
Viele Kriegskindern haben dadurch die Erlebnisse abgespalten oder verdrängt. Die Langzeitfolgen der frühen Traumatisierungen zeigen sich bei vielen Betroffenen heute oftmals in "posttraumatischen Belastungsstörungen". Unerklärliche Schwindelanfälle, Herzrasen, Angststörungen, Panikattacken und Depressionen können Symptome dafür sein. Häufig treten sie erst im Alter auf. Die Beschwerden können über Jahre andauern und bei den Betroffenen zu lebenslangen Beeinträchtigungen führen.
Hinzu kommt: Wer einst Hunger, Durst und Kälte erleben musste, hat häufig auch das Gespür für den eigenen Körper verloren. So nehmen Männer dieser Generation meist keine Rücksicht auf ihren Körper und suchen seltener den Arzt auf.
Auch Frauen spüren die Bedürfnisse ihres Körpers oft nicht. Sie verwöhnen sich seltener und können schlecht Hilfe annehmen.
Die traumatischen Erlebnisse des Zweiten Weltkrieges haben nicht nur das Leben der Kriegskinder beeinflusst. Sie prägen häufig auch das Leben der nachfolgenden Generationen. Studien zeigten beispielsweise, dass Menschen, die lange nach dem Krieg geboren wurden, von den Kriegserlebnissen ihrer Eltern träumen. Ob die Traumatisierungen von Opferfamilien oder die Schuld von Täterfamilien, auch die Kinder tragen an der Last ihrer Vorfahren.
Die Erfahrungen von damals - unterstützt durch ein entsprechendes Ideal- und Selbstbild - führten zu zahlreichen, auffallenden und erst im Rückblick verstehbaren ich-syntonen, das heißt scheinbar selbstverständlichen, Verhaltensweisen. Dazu zählt die Vernachlässigung der Fürsorge für den eigenen Körper: Vorsorgeuntersuchungen werden nicht konsequent wahrgenommen, Krankheiten nicht dauerhaft behandelt, Nachsorge/Rehabilitation vernachlässigt, auf eigene Belastungen wird wenig Rücksicht genommen bei ausgeprägtem altruistischem Verhalten. Diese ich-syntonen Verhaltensweisen halfen besonders den Jungen, Kriegs- und Nachkriegszeit zu überleben. Sie erweisen sich jetzt jedoch für die Männer als zunehmend gefährlich.
Der Autor beschreibt hier in seinem Buch den klassischen Fall und zeigt wie Burn out Opfer mit den Folgen umgehen können. Ich finde das Buch sehr gut und es kann zum besseren Verständnis und somit auch Genesung beitragen.
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